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Jona Jakob

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Ambivalenz

Ambivalenz (lat. ambo „beide“ und valere „gelten“) bezeichnet in der Psychologie das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen und Gedanken. In der gehobenen Umgangssprache gebräuchlicher ist das Adjektiv ambivalent (zwiespältig, doppelwertig, mehrdeutig, vielfältig). 

Es handelt sich hier um ein „Sowohl-als-auch“ von Einstellungen und Bereitstellungen. Der Begriff „Hassliebe“ ist ein Beispiel für eine solche Verknüpfung gegensätzlicher Wertungen. Bei der Ambivalenz handelt es sich um entsprechende psychologische Funktionen.

Dass jedes Ding seine zwei Seiten haben kann, ist mit Ambivalenz nicht gemeint, solange dadurch kein innerer Konflikt hervorgerufen wird. Vielmehr ist darunter eine Dichotomie von Sichtweisen zu sehen, die gegensätzliche Reaktionen bedingen und letztlich die Fähigkeit zu einer Entscheidung im weitesten Sinne hemmen.

Ambivalenz kann laut Bleuler eingeteilt werden in ein Nebeneinander von widersprüchlichen

  • Gefühlen – „affektive Ambivalenz“
  • Wünschen – „voluntäre Ambivalenz“ oder Ambitendenz
  • Beurteilungen – „intellektuelle Ambivalenz“

Die Begriffe „Ambitendenz“ und „Ambiguität“ werden manchmal gleichbedeutend mit Ambivalenz verwendet. In der Folge wurde der Begriff durch Freud in die Psychoanalyse übernommen und dort auf mannigfache Weise weiter entwickelt und in der Folge in die Psychologie und die Sozialpsychologie übernommen sowie in der Psychotherapie genutzt. In der Motivationspsychologie verwendet Thomae (1960) den Begriff der Ambivalenz, um auf Aversions-Appetenzkonflikte hinzuweisen.