Incertum
Dysthymie
http://www.incertum.de/dysthymie.html

Copyright © 2017 Incertum
Startseite - Kontakt - Impressum

Jona Jakob

Zur Person
www.jonajakob.com

 

Zu Coachings
www.consensus-coaching.de

Dysthymie

Dysthymia, (Missmut von altgriechisch (δυσθυμία): δυς (dys) = schlecht, schwer, miss- und θυμός (thymós) „Gemüt“ und auch bekannt als DysthymiePersistierende Depressive Störungneurotische Depressiondysthymische Störung, oder chronische Depression, ist eine affektive Störung, die aus den gleichen kognitiven und physischen Mustern besteht wie die Depression, allerdings mit Symptomen, die weniger ernst sind und stattdessen weitaus länger andauern.Der Begriff wurde als ein Ersatz für den Ausdruck „depressive Persönlichkeit“ in den späten 1970ern eingeführt.

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) definiert Dysthymia als eine ernste Form der chronischen Depression; sie ist weniger akut und schwerwiegend als eine schwere Depression. Da Dysthymia eine chronische Störung ist, ertragen Leidende ihre Symptome in der Regel für viele Jahre, bevor sie eine Diagnose erhalten, falls überhaupt eine Diagnose erfolgt. Dadurch können sie glauben, die Schwermütigkeit sei ein Teil ihrer Persönlichkeit, und sie erwähnen ihre Symptome in diesem Fall gegenüber Ärzten, Familienangehörigen oder Freunden nicht.

Anzeichen und Symptome

Dysthymia hat eine Reihe von typischen Merkmalen: wenig Energie und Antrieb, geringes Selbstbewusstsein, und eine geringe Kapazität für Freude im täglichen Leben. Mildere Formen von Dysthymia können dazu führen, dass man Situationen vermeidet, in denen Stress, Ablehnung oder Fehlschlag möglich sind. In ernsteren Fällen von Dysthymia zieht man sich möglicherweise sogar von alltäglichen Tätigkeiten zurück und findet wenig Freude an gewöhnlichen Unternehmungen und Zeitvertreib. Die Diagnose von Dysthymia kann sich als schwierig gestalten, denn die Symptome sind unterschwelliger Natur und können von den Patienten in sozialen Situationen oft gut versteckt werden, was es für Andere schwierig macht, sie zu entdecken.

Diagnose

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5), veröffentlicht von der American Psychiatric Association, beschreibt die Dysthymie auch als Persistierende (Fortwährende) Depressive Störung. Das maßgebliche Symptom ist, dass das Individuum sich an mehr als der Hälfte aller Tage in den letzten zwei Jahren depressiv gefühlt hat. Wenig Energie, unruhiger Schlaf, unstetiger Appetit, und geringes Selbstbewusstsein vervollständigen das klinische Bild. Leidende haben Dysthymia oft für viele Jahre ertragen, bevor ihnen eine Diagnose erstellt wird; ihre Mitmenschen beschreiben sie etwa als „schwermütige Person“.

Bei älteren Erwachsenen, die an Dysthymia leiden, sind die psychologischen Symptome mit medizinischen Leiden und mit traumatischen Lebensereignissen und Verlusten assoziiert.

Obwohl es keinen fest umrissenen Weg gibt, das Auftreten von Dysthymia zu verhindern, so gibt es doch einige Vorschläge. Es kann hilfreich sein daran zu arbeiten, Stress unter Kontrolle zu bekommen, die Belastbarkeit zu erhöhen, das Selbstbewusstsein zu stärken sowie starke soziale Netzwerke zu Unterstützung anzubieten.

Behandlung

Oft suchen Menschen mit Dysthymia eine Behandlung nicht wegen einer depressiven Stimmung auf, sondern wegen eines sich erhöhenden Stresspegels oder weil sie situationsbedingte persönliche Schwierigkeiten haben. Es wird spekuliert, dass dies an der chronischen Natur der Störung liegt, und daran, dass die depressive Stimmung oft als ein Charaktermerkmal für das entsprechende Individuum angesehen wird. Daher kommt es vor allem in Phasen von erhöhtem Stress dazu, dass die Person sich professionelle Hilfe sucht, um die Symptome zu bekämpfen.

Therapie

Verschiedene Ausprägungen der Psychotherapie bieten oft eine wirksame Behandlung für Dysthymia. Empiriebasierte Behandlungsformen, wie etwa die kognitive Verhaltenstherapie, können die Symptome mit der Zeit auflösen. Andere Formen der Gesprächstherapie, wie etwa die psychodynamische Psychotherapie oder die interpersonelle Psychotherapie, scheinen ebenfalls wirksame Behandlungsmethoden zu sein. Insbesondere wird Patienten mit Dysthymia empfohlen, bessere Bewältigungsstrategien zu entwickeln, nach den Ursachen der Symptome zu suchen und falsche Sichtweisen zu korrigieren (wie etwa der Glaube an die eigene Wertlosigkeit).Zusätzlich zur individuellen Psychotherapie können Gruppentherapie und Selbsthilfegruppen ein wirksamer Teil der Behandlung von Dysthymia sein. Durch diese Behandlungsmethoden können Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Beziehungsprobleme und -muster, Selbstbehauptungsfähigkeiten, kognitive Restrukturierung und andere Fähigkeiten durchdacht und gestärkt werden.